Frage einen Tierarzt - Hund

Welche Nebenwirkungen kann Kortison bei Hunden verursachen?

FirstVet Tierarzt antwortet:

Die Auswirkungen und Nebenwirkungen von Kortison sind immer abhängig von Dosis und Art von Kortison, der Länge der Behandlung und der individuellen Sensitivität. Manche Hunde entwickeln wesentlich schneller Nebenwirkungen als andere. Die gängigsten Nebenwirkungen sind vermehrter Urinabsatz und Durst. Außerdem hecheln viele Hunde vermehrt. Es besteht außerdem eine erhöhte Gefahr Diabetes zu entwickeln während oder durch eine Kortisonbehandlung. Langzeitige niedrig dosierte Kortisonbehandlung führt häufig dazu, dass die Hunde zunehmen, da der Appetit durch das Medikament stimuliert wird. Im Gegensatz dazu wird ein Hund mit hochdosierter Kortisontherapie zu Beginn an Gewicht verlieren. Kortison führt zu Immunsuppression, wodurch das Risiko von Infektionen erhöht wird. Die Haut kann sich in ihrer Struktur verändern und ausdünnen, vor allem in der Bauchregion. Der Verlust von Muskeln ist ein häufiger Nebeneffekt, wodurch die Hunde einen "Hängebauch" bekommen. Die Hund können entweder merklich aktiver oder inaktiver werden, beide Effekte treten auf, es kommt ganz auf den Charakter des Hundes an. Glücklicherweise verschwinden die Nebenwirkungen jedoch wieder, sobald die Behandlung beendet ist. Wichtig ist, dass das Kortison niemals plötzlich abgesetzt wird, sondern nach Beenden der Therapie langsam ausgeschlichen wird. Dies kann zu ernsten Konsquenzen führen. Deshalb sollte das Ausschleichen des Kortisons immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden.