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Kaninchen Ernährung: Wie du dein Kaninchen fütterst

Du hast dir ein Kaninchen als neues Haustier ausgesucht – super Entscheidung! Jetzt ist die richtige Ernährung wichtig, denn sie wirkt sich auf seine Gesundheit, Darmflora, Zähne und Verhalten aus! Lies weiter, um herauszufinden, wie dein Kaninchen die beste Ernährung bekommt, um gesund und glücklich zu bleiben.

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Kaninchen brauchen 3 Dinge für eine ausgeglichene Ernährung

Kaninchen brauchen eine gute Quelle von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, Proteinen and Vitaminen sowie Mineralien. Fette und Kohlenhydrate sollten begrenzt sein, da diese zu Übergewicht führen können und zudem die Magen-Darm-Bakterien beeinflussen.

  • Ballaststoffe
  • Proteine
  • Vitamine und Mineralien
  • Heu, Gräser und Hülsenfrüchte

Diese bilden den Hauptbestandteil der richtigen Kaninchen-Ernährung. Sie sollten immer Zugang zu frischem Heu haben, da dieses die Hauptquelle für lösliche und unlösliche Ballaststoffe ist.

Junge und wachsende, trächtige und stillende Kaninchen können mit Luzerne zugefüttert werden, da Luzerne einen hohen Anteil an Eiweiß enthält. Auch anderes Wiesenheu kann angeboten werden. Luzerne ist übrigens, anders als meistens vermutet, gar kein Heu, sondern zählt zu den Hülsenfrüchten.

Erwachsene Kaninchen sollten mit Qualitäts-Wiesenheu gefüttert werden, da es einen geringeren Anteil an Kalzium und Eiweiß besitzt. Dadurch führt diese Art von Heu weniger zu Übergewicht oder Blasensteinen, die auftreten können, wenn Kaninchen hauptsächlich mit Luzerne gefüttert werden.

Kaufe lieber kleinere Mengen von Heu, damit du es immer frisch anbieten kannst. Außerdem sollte es kühl gelagert werden, da dadurch der Verlust von Vitaminen verhindert wird.

Dein Kaninchen darf auch hinaus? Dann darf es dort für ein paar Stunden täglich grasen. Allerdings sollte es dabei vor Raubtieren, wie z.B. Habichten oder Katzen, gut geschützt sein.

Das Fressen von Heu hilft dabei die ständig nachwachsenden Zähne der Kaninchen natürlich abzuschleifen. Die schleifende Wirkung des Heus ist die beste Vorsorge gegen überwachsene Zähne. Passiert dies nicht, können sich Haken entwickeln, die in die Wangen schneiden und/ oder die Zunge beschädigen.

Frisches, grünes Gemüse

Frisches Gemüse ermöglicht deinem Kaninchen einen Zugang zu weiteren Ballaststoffen, Wasser und Vitaminen. Allerdings sollten sie langsam und in kleinen Mengen in den Ernährungsplan eingeführt werden, damit sich die Darmflora daran gewöhnen kann. Andernfalls kann es den Magen-Darm-Trakt beunruhigen und Durchfall auslösen.

Grünes Gemüse, das dein Kaninchen mag:

  • Senfblätter
  • Löwenzahnblätter
  • Petersilie
  • Koriander
  • Basilikum
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Blumenkohl
  • Grüne Paprika
  • Salat
  • Mangold
  • Pak Choi
  • Sellerieblätter

Davon darf ein Kaninchen täglich in etwa 227g pro 2,5 kg Körpergewicht bekommen, allerdings langsam daran herangeführt, indem man die Menge nach und nach steigert und um die Darmflora daran zu gewöhnen.

Obst und anderes Gemüse

Erdbeeren, Karotten und Äpfel sollte man möglichst nur als kleine Belohnung geben.

Pellets

In einer ausgewogenen Ernährung bestehend aus hochwertigem Heu und frischem Gemüse; eines erwachsenen Kaninchens, das nicht für die Zucht genutzt wird, sind Pellets überflüssig.

Heranwachsende und trächtige oder stillende Kaninchen sollten hingegen Pellets zugefüttert bekommen.

Generell sollten die Pellets für erwachsene Kaninchen mindestens 18% Ballaststoffe enthalten. Eine kleine Menge Pellets von ca. 20 g pro 2,2 kg Körpergewicht reichen dabei schon vollkommen aus. Wenn Kaninchen übergewichtig sind, sollte komplett auf diese Zufütterung verzichtet werden. Generell liegt der Fokus auf der hauptsächlichen Fütterung von Heu und frischem, grünen Gemüse.

Ebenso wie bei Heu, sollten auch die Pellets kühl und trocken gelagert werden (sogar im Kühlschrank oder Gefrierschrank ist dies möglich). Ein luftdichtes Gefäß hilft zudem, die in den Pellets enthaltenen Vitamine und Mineralien weiterhin zu erhalten.

Was ist Blinddarmkot?

Blinddarmkot ist im Grunde genommen ein lebensnotwendiger Snack, der von den Kaninchen selbst erzeugt wird. Er wird hauptsächlich nachts produziert und ist kleiner und weicher als der tägliche Kot. Kaninchen fressen diesen Kot direkt vom After und schlucken ihn komplett hinunter, denn Blinddarmkot enthält wichtige Vitamine, Bakterien, Hefen und Aminosäuren. Gerade für die Gesundheit und die Bewegung des Verdauungstrakts sind sie ausschlaggebend. Kaninchen, die an Übergewicht leiden, überwachsene Zähne oder Schmerzen im Rücken haben, könnten Schwierigkeiten damit bekommen, den Blinddarmkot aufzunehmen. Das kann zu weitreichenden, medizinischen Problemen führen.

Fressen sollte Spaß machen!

Indem man ein paar Stückchen Karotte, anderes Grüngemüse oder Heu an höhergelegene Orte hängt, z.B. in Heunetze oder Leckerlies in Heubällen versteckt, beschäftigt man Kaninchen. Das wiederum verhindert Langeweile, daraus resultierende Aggression und stereotypisches Verhalten wie Auf- und Abwandern oder das Hin- und Herbewegen des Kopfes.

Du hast noch mehr Fragen über die Ernährung deines Kaninchens?

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