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Sind Kaninchen geeignete Haustiere?

Sind Kaninchen geeignete Haustiere? Das sind sie! Kaninchen sind schlau, ruhig, meistens klein und können auch in einer Wohnung gehalten werden. Sie leben sowohl drinnen als auch draußen oder in einem Mix aus beidem. Als Haustier gehaltene Kaninchen können 8-10 Jahre alt werden. Für weitere wertvolle Kaninchen-Tipps lies jetzt weiter!

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Wie du dein Kaninchen an die Toilette gewöhnst

Die meisten Kaninchen gewöhnen sich recht schnell an eine Kaninchentoilette. Starte das Training am besten direkt, nachdem du dein Kaninchen aufgenommen hast. Das Kaninchen bleibt dafür in einem kleineren Bereich – z.B. im Käfig oder einem abgetrennten Bereich des Zimmers – in den die Toilette in die Ecke gestellt wird. Dann wird Streu, Heu oder ein ähnliches Material hineingetan, damit das Kaninchen weiß, was es darin tun soll.

Sobald das Kaninchen die Toilette als diese in dem abgetrennten Bereich akzeptiert, kann dieser vergrößert werden. In diesem Fall, je nachdem wie groß der Bereich ist, sollten mehrere Toiletten in verschiedene Ecken gestellt werden. Es ist zudem wichtig, dass der vordere Bereich der Kaninchentoilette niedrig genug ist, dass das Kaninchen problemlos rein- und raushopsen kann.

Sportprogramm deines Kaninchens

Für die Gesundheit eines Kaninchens ist genügend Bewegung überlebenswichtig. Denn sie benötigen sie, damit ihr Verdauungstrakt richtig arbeitet. Außerdem reduziert genügend Bewegung das Risiko von Übergewicht, das unter Kaninchen recht weit verbreitet ist.

Das Auskundschaften deines Zimmers hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, die Bindung zu deinem Kaninchen zu verbessern und eine mögliche Langeweile des Tieres zu verhindern. Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass alle elektrischen Kabel sicher vor den Zähnen deines Kaninchens sind. Denn das Zerkauen der Kabel kann nicht nur zu Verbrennungen im Maul führen, sondern im schlimmsten Fall zum Tod.

Wenn Kaninchen auch draußen im Garten gehalten werden, sollten sie nicht unbeaufsichtigt bleiben oder aber vor der Aufnahme von giftigen Pflanzen und vor Raubtieren genügend geschützt werden. Dazu gehören sowohl Katzen als auch Greifvögel, wie z. B. Habichte, und andere Gefahren aus der Luft und vom Boden aus. Dafür ist eine komplett abgesicherte Außenanlage mit Schattenbereichen am besten geeignet.

Kaninchen benötigen stets eine Möglichkeit zu graben, sich zu verstecken oder zurückzuziehen, wenn sie sich bedroht fühlen oder nervös sind. Dazu reicht notfalls auch ein einfacher Karton oder eine Transportbox mit geöffneter Tür.

Dein Kaninchen braucht Beschäftigung!

Kaninchen lieben es an Dingen zu kauen! Um zu verhindern, dass sie dafür die Schuhe oder die Wände zweckentfremden sind Kauspielzeuge oder anderweitige Beschäftigung unerlässlich. Es gibt z.B. Stroh- oder Weidenkörbe (ohne Farbe), an denen sie kauen können. Auch Zweige sind eine hervorragende Kauablenkung. Hier ist jedoch wichtig darauf zu achten, dass diese für das Kaninchen nicht giftig sind! Zur Beschäftigung kann man auch einfach ein paar Leckerlies in einer Toilettenpapierrolle verstecken und diese so verschließen, dass sie nur durch Kauen an die verborgene Belohnung gelangen.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Spielzeuge in der Zoohandlung, allerdings besteht immer die Gefahr, dass die Kaninchen diese schnell in winzige Teile zerkauen.

Wie du dein Kaninchen sicher händelst

Kaninchen haben einen sehr starken unteren Rücken und Beinmuskeln. Wenn es hochgenommen wird, sollte der eine Arm unter dem unterem Bauch sein und dessen Hand dazu genutzt werden, um die Hinterläufe zu stabilisieren. Denn wenn Kaninchen beim Hochheben austreten, können sie nicht nur dir schwere Verletzungen zufügen, sie können sich dabei auch selbst verletzen und sich unter anderem den Rücken brechen. Die andere Hand unterstützt schließlich die Brust.

Zur Übung des Hochhebens setz dich am besten mit deinem Kaninchen auf den Boden und übe es von dort aus. Das ist sicherer, wenn es dazu kommen sollte, dass dein Kaninchen deinen Armen entkommt und hinunterspringt.

Kaninchen dürfen nicht an den Ohren hochgehoben werden!

Wenn sich Kaninchen gestresst fühlen, kann die Hand oder ein Tuch dazu genutzt werden, die Augen abzudunkeln. Das kann ihren Stresslevel senken.

Außerdem mögen es nicht alle Kaninchen, hochgehoben oder gekuschelt zu werden. Sollte das bei deinem Kaninchen der Fall sein, finde andere Wege, um eine Bindung aufzubauen. Du kannst mit ihm reden, Leckerlies verstecken und es suchen lassen, oder sein Fell bürsten.

Häufige medizinische Probleme beim Kaninchen

Zahnkrankheiten

Zahnkrankheiten sind sehr häufig bei Kaninchen. Die Grundernährung eines Kaninchen sollte daher zu 75% aus Heu bestehen. Das Heu hilft dabei, die Zähne abzunutzen und unterstützt zudem den Verdauungstrakt und die allgemeine Gesundheit. Auch Kauspielzeuge aus Holz helfen. Wenn Kaninchen weniger essen, speicheln oder ihr Futter nicht fressen können, müssen sie umgehend zur Tierärzt:in.

Übergewicht

Kaninchen neigen zu Übergewicht. Die Pellets sind unnötig, sie haben zu viele Kalorien. Frisches Grünfutter (z. B. Gurke) und ausreichend Heu, sowie genügend Bewegung sind daher sehr wichtig für ein gesundes Gewicht. Die Rippen des Kaninchens sollten noch zu fühlen sein, ohne großen Druck ausüben zu müssen.

Durchfall

Durchfall bei Kaninchen ist sehr schwerwiegend. Er kann auf ein starkes Ungleichgewicht in der Mikroflora des Verdauungstraktes hindeuten, das im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Wenn dein Kaninchen sehr flüssigen Durchfall hat, bring es umgehend zu dein:er Tierärzt: in!

Bei einer gesunden Ernährung bekommen Kaninchen nur selten einen abnormalen Kot. Neue Futtersorten, die plötzlich zugefüttert werden, können allerdings ebenfalls zu einem Ungleichgewicht der Mikroflora führen und somit den Kot erweichen.

Generell produzieren Kaninchen zwei Arten von Kot. Den größeren, trockenen Kot, den du hauptsächlich am Tag siehst, und den weicheren, den sie eher nachts produzieren und der Blinddarmkot genannt wird. Diesen nehmen die Kaninchen noch am After wieder auf, was völlig normal und wichtig für ihren Verdauungstrakt ist.

Fortpflanzungskrankheiten

Weibliche Kaninchen können Gebärmutterkrebs entwickeln und männliche Hodenkrebs. Intakte Männchen und Weibchen können zudem aggressiv werden sobald sie die Geschlechtsreife erreichen.

Blasen- und Harnprobleme

Blasengrieß und Blasensteine entwickeln sich oft durch eine unzureichende oder ungeeignete Ernährung. Außerdem entwickeln sich Urinablagerungen und Infektionen um den Penis und die Vulva herum, wenn sie übergewichtig sind oder unter schlechten Bedingungen gehalten werden.

Atemwegserkrankungen

Kaninchen können virale und bakterielle Infektionen der Atemwege entwickeln. Zudem neigen sie zu Niesen, Husten und wässrigen Augen, wenn sie in dreckiger oder staubiger Einstreu gehalten oder sie durch Parfüme oder Gerüche in der Luft irritiert werden. Sogar Zahnerkrankungen können ähnliche Symptome auslösen.

Liegebeulen

Dieser Begriff wird für schmerzende, oft sogar geschwürige Haut am unteren Teil der Hinterbeine, im Bereich der Sprunggelenke, genutzt. Das passiert z.B., wenn das Kaninchen übergewichtig ist, auf schmutziger Einstreu gehalten wird oder auf hartem Grund ohne ein weiches Areal, in den es sich zurückziehen kann. Die Infektion kann von der Haut auf die Muskeln, Sehnen und Knochen der Beine übergehen. Dann benötigen sie eine medizinische Behandlung dein:er Tierärzt:in, ebenso wie zwingende Änderungen in der Haltung, um eine Heilung zu gewährleisten und eine erneute Infektion zu verhindern.

Flöhe

Auch Kaninchen können Flöhe bekommen, sogar wenn sie nur drinnen gehalten werden. Flohmittel sollten nur von Tierärzt:innen verschrieben werden, da einige bei Kaninchen fatale Nebenwirkungen besitzen. Typischerweise wird ein Flohmittel für Katzen angewendet, die Tierärzt:in kann dabei am besten das geeignete Präparat empfehlen.

Lies auch unsere Artikel über das Halten von Kaninchen, die Ernährung von Kaninchen und giftige und ungiftige Pflanzen für Kaninchen für weitere Informationen!

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