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Vorteile der Kastration beim Kaninchen

Der Begriff Kastration bezeichnet die Entfernung der männlichen und weiblichen Keimdrüsen. Dies umfasst die chirurgische Entnahme der Hoden bzw. Eierstöcke. Eine Kastration kann viele gesundheitliche und verhaltensbezogene Vorteile für dein Kaninchen haben. Lies weiter, um mehr zu erfahren!

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Verhaltensbezogene Vorteile der Kastration

Kaninchen erreichen die Geschlechtsreife im Alter von etwa 6 bis 12 Monaten (kleine Rassen werden früher geschlechtsreif als große). Idealerweise solltest du dein Kaninchen im Alter von 4 bis 6 Monaten kastrieren lassen. Dies verhindert Verhaltensänderungen, die sich beim intakten Tier mit Erreichen der Geschlechtsreife entwickeln.

Sowohl männliche als auch weibliche geschlechtsreife Kaninchen nutzen ihren Urin um zu markieren. Sie können diesen sogar vertikal auf Wände und andere Oberflächen spritzen. Eine rechtzeitige Kastration kann dieses Verhalten meist stark reduzieren.

Außerdem ist es möglich, dass sich dein Kaninchen mit Erreichen der Geschlechtsreife zunehmend aggressiv verhält. Dies kann von aggressivem Klopfen bis hin zu Beißen, Jagen und dem Zerstören beliebiger Dinge reichen. Oft möchten die Tiere auch nicht mehr auf dem Arm gehalten werden. Manchmal greifen sie sogar ihre Käfigkameraden oder andere Haustiere an. Diese Verhaltensänderungen entwickeln sich meist schnell und sind beunruhigend für Besitzer und Mitbewohner.

Medizinische Vorteile der Kastration deines Kaninchens

Weibliche Kaninchen haben ein hohes Risiko, an Gebärmutterkrebs (z.B. einem Uterus-Adenokarzinom) zu erkranken. Diese Form von Krebs ist sehr aggressiv. Sie kann sich auf andere Organe im Körper ausbreiten und damit auch Mammakarzinome verursachen. Bei der Kastration eines weiblichen Kaninchens wird die Gebärmutter in der Regel entfernt und dieses Krebsrisiko eliminiert. Einige Tierärzt:innen entfernen nur die Eierstöcke. Vermutlich kann das Gebärmutterkrebsrisiko auch durch die Entfernung dieses hormonproduzierenden Organs gesenkt werden.

Außerdem können die Weibchen Gebärmutterinfektionen (Pyometra) und Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) entwickeln. Eine Kastration mit Entfernung der Gebärmutter beseitigt diese Probleme ebenfalls.

Bei Männliche Kaninchen besteht das Risiko, dass sie an Hodenkrebs erkranken sowie Wunden und Infektionen an den Hoden erleiden. Letztere werden meist durch Kämpfe mit Artgenossen verursacht. Eine Kastration reduziert das Kampfverhalten und eliminiert gleichzeitig das Hodenkrebsrisiko.

Wann solltest du dein Kaninchen kastrieren lassen?

Weibliche Kaninchen entwickeln das Risiko für Gebärmutterkrebs und andere Krankheiten meist ab einem Alter von 2 Jahren, daher ist es sinnvoll, sie davor kastrieren zu lassen. Idealerweise sollte dein Kaninchen schon im Alter von 4 bis 6 Monaten kastriert werden.

Was du bei einer Kastration erwarten kannst

Im Vergleich zu Hunden und Katzen, besteht bei Kaninchen ein erhöhtes Risiko für Narkose und operationsbedingte Komplikationen. Kaninchen sind Beutetiere und verstecken ihre Krankheiten und Verletzungen so gut wie möglich. Deshalb solltest du dein Kaninchen vor dem Eingriff von einer Tierärzt:in untersuchen lassen, um sicherzustellen, dass es gesund ist und die besten Chancen auf eine sichere Operation und Rekonvaleszenz hat. Dein:e Tierärzt:in wird eventuell ein Blutbild, eine Kotuntersuchung auf Parasiten und weitere Tests empfehlen, um sicherzustellen, dass dein Kaninchen für die Operation bereit ist.

Weibliche Kaninchen werden meist analog zu Hund und Katze kastriert. Hierbei werden die Eierstöcke und die Gebärmutter durch einen Schnitt im Bauchraum entfernt. Der Schnitt wird mit mehreren Schichten Nahtmaterial verschlossen, wobei die äußerste Naht meist unter der Haut liegt. Dies verringert das Risiko, dass dein Kaninchen am Nahtmaterial kaut. Eine gute Schmerztherapie sowie ein erfahrener Chirurg ermöglichen eine kurze Narkosezeit und schnelle Erholung.

Auch die Kastrationen eines männlichen Kaninchens ähnelt der von Hund und Katze. Es werden ein bis zwei Schnitte gemacht, entweder direkt vor dem Hodensack oder an jedem Hoden einzeln. Nach der Entfernung der Hoden, werden die Schnitte entweder mit einer Naht oder einem Kleber verschlossen oder sogar offen gelassen, damit sie von selbst verheilen. Es ist normal, dass der Hodensack 1 bis 2 Tage nach der Operation geschwollen ist. Achte darauf, den Käfig und die Umgebung sehr sauber zu halten, sodass sich keine bakterielle Infektion an der Inzisionsstelle entwickelt.

Post-operative Pflege

Du wirst 1-2 Arten von Schmerzmitteln erhalten, die dein Tier 5 bis 7 Tage nach der Operation einnehmen kann. Oft wird eine Kombination aus einem Schmerzmittel und einem Entzündungshemmer verwendet, um eine umfassendere Schmerzkontrolle zu gewährleisten

Du solltest die Wunde deines Kaninchens mindestens zweimal täglich kontrollieren. Bei übermäßigen Schmerzen, Hitze, Schwellungen, Geruch oder Ausfluss solltest du dich sofort mit uns oder deiner Tierärzt:in in Verbindung setzen. Dies können Anzeichen für eine beginnende Infektion sein und Antibiotika sowie eine zusätzliche Behandlung erfordern.

Es kann sein, dass dein Kaninchen 24 Stunden lang nach der Operation nicht fressen möchte. In diesem Fall kannst du nach Absprache mit deiner Tierärzt:in eine Flüssignahrung wie Critical Care per Spritze verabreichen. Idealerweise solltest du dies vor der Operation besprechen, damit du, falls nötig, alles zur Hand hast. Eine regelmäßige Nahrungsaufnahme ist wichtig, um den GI-Trakt deines Kaninchens gesund und beweglich zu halten.

Einige Tage nach der Operation wird dein Tier weicheren, kleineren oder feuchten Kot absetzen. Wenn dein Kaninchen jedoch wässrigen Durchfall entwickelt, solltest du sofort deine:n Tierärzt:in informieren. Die Einnahme eines Antibiotikums kann das Durchfallrisiko erhöhen, vor allem wenn keine probiotische Ergänzung verabreicht wird.

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