Puppy playing

Alles was du für das Welpentraining brauchst

Die meisten Hundebesitzer wünschen sich gutes Verhalten, Kooperation und eine starke Bindung zu ihrem Tier. Unabhängig von Alter, Rasse oder Geschlecht deines Hundes, ist das gemeinsame Training die beste Methode, um diese Ziele zu erreichen!

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Die Hundeerziehung kann nicht nur von einem Tiertrainer oder einer Hundeschule durchgeführt werden - Du kannst damit auch zu Hause beginnen, um eine optimale Grundlage zu schaffen. So wird dein Hund sowohl grundlegende Dinge wie das Training in der Box oder Stubenreinheit als auch coole Tricks erlernen.

Im Folgenden findest du eine Liste hilfreicher Tools, die du für das Training zu Hause zur Hand haben solltest, sowie einige weitere nützliche Tricks für den Anfang!

1. Belohnungen

Eine Belohnung erleichtert das Erlernen neuer Verhaltensweisen. Meistens wird eine Futterbelohnung genutzt (wie handelsübliche Leckerlis, fettarme Wurst (Pute/Huhn) oder sogar das reguläre Futter).

Für Hunde, die sich nicht durch Futter motivieren lassen, sollte eine andere Belohnung gefunden werden. Liebt dein Hund das Tauziehen? oder seinen Ball? Schätzt er Kuscheleinheiten mit dir mehr als alles andere? Was auch immer es ist, du solltest die richtige Motivation finden, um ihm das Erlernen neuer Aufgaben oder Fähigkeiten (sowie die Kooperation) zu erleichtern.

Die Belohnung wird deinem Hund signalisieren, dass er verstanden hat, was du von ihm möchtest. Einige gängige Futterbelohnungen sind Trainingsleckerlis, die weich und leicht zu zerbrechen sind oder kleine Scheiben Wurst. Sei dir jedoch bewusst, dass Leckerlis zusätzliche Kalorien enthalten und nur begrenzt gegeben werden sollten, um die reguläre Mahlzeit nicht zu ersetzen!

2. Gürteltasche

Obwohl wir nicht mehr in den 90ern leben, bleiben Gürteltaschen in der Welt des Hundetrainings in Mode! Besonders bei Hunden, die auf Leckerchen konditioniert sind, wird dir eine Hüfttasche dabei helfen die Belohnung schnell zur Hand zu haben!

3. Eine 1,5-2m lange Leine

Obwohl Flexileinen mehr Freiheit für dein Haustier bieten, sollte jede Art von Leinentraining mit einer Leine von berechenbarer Länge beginnen. Selbst wenn du in einer begrenzten Umgebung arbeitest (z. B. im Wohnzimmer), ist eine Leine sehr nützlich, um Befehle zu vermitteln. Außerdem kannst du deinen Welpen damit in einem definierten Bereich halten.

4. Achte auf die optimale Trainingsumgebung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training ist das passende "Klassenzimmer". Suche einen ruhigen Raum mit wenig Ablenkung. Während dem Training, sollten keine weiteren Tiere oder Mitbewohner, im Raum sein, sofern diese nicht beteiligt sind. Je besser sich dein Hund konzentrieren kann, desto effektiver wird er lernen. Auch Schüler:innen lernen in einem ruhigen Klassenzimmer bekannterweise wesentlich besser.

Auch das Timing ist wichtig - wenn du die "Belohnung" schon vor dem Training rar machst, erhöht dies die Motivation deines Tieres (wie z. B. vor einer Mahlzeit). So wird es einen höheren Antrieb haben, zu kooperieren und Neues zu erlernen.

5. Clicker für Clickertraining

Das „Clicker-Training“ ist eine gängige Technik auf Grundlage von belohnungsbasiertem Verhalten. Bei dieser Methode wird das richtige Verhalten deines Hundes durch einen Clicker bestätigt (auch wenn es nur teilweise richtig ist). Diesen Clicker verknüpft dein Hund mit einer Belohnung, wie z. B. einem Leckerli, wodurch das erwünschte Verhalten verstärkt wird.

6. Halti

Für ungestüme Hunde oder solche, die gerne an der Leine ziehen, ist das Halti ein bewährtes Hilfsmittel (Markenname "Gentle Leader").

Hierbei leinst du deinen Hund, ähnlich wie ein Pferd, am Kopf an. Das Halti wird über die Schnauze und hinter die Ohren des Hundes gelegt. Es ist nicht schmerzhaft, verleiht dir jedoch viel mehr Kontrolle über dein Tier.

Das Tragen eines Haltis muss positiv auftrainiert werden – am besten unter professioneller Aufsicht. Deswegen liegen den meisten Modellen detaillierte Informationen bei, die dir helfen, das Halti an deinen Hund anzupassen und ihn daran zu gewöhnen. Es kann die Konzentration deines Hundes steigern und den Kraftaufwand beim Spaziergang oder anderen Trainingseinheiten begrenzen, damit ihr beide harmonisch zusammenarbeiten könnt. Die Führleine des Hundes darf niemals am Halti festgemacht werden.

Ein Wort zum strafbasierten Training (Schockhalsbänder, Stachelhalsbänder, Würgehalsbänder)

Obwohl es Situationen gibt, in denen diese Hilfsmittel von Fachleuten beim Training eingesetzt werden (z. B. bei Schutzhunden), werden diese Methoden für Familienhunde größtenteils als unwirksam angesehen und können im schlimmsten Fall gefährliche Verhaltensweisen auslösen.

Angstbasiertes Training wird nicht mehr befürwortet, einschließlich Würgen, Schocks und aggressiver Korrekturen bei unerwünschtem Verhalten. Studien bestätigen weiterhin, dass Lernen am effektivsten durch belohnungsbasiertes Training (positive Verstärkung) erfolgt - Also genau die Technik, die wir HIER beschreiben.

Wenn dein Haustier außergewöhnliche Verhaltensweisen wie Aggression gegenüber Menschen oder anderen Tieren zeigt, empfehlen wir, eine:n Tierärzt:in mit der Spezialisierung Verhaltenstherapie aufzusuchen. Diese Tierärzt:innen findest du in deiner Nähe unter http://www.gtvmt.de/.

Hast du weitere Fragen zum Training deines Welpen oder adulten Hundes?

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