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Blaualgenvergiftung beim Hund - das kann lebensbedrohlich sein

Blaualgen sind Bakterien, die auch unter dem Namen Cyanobakterien bekannt sind und u. a. in der Ostsee oder in Binnenseen vorkommen. Sie vermehren sich insbesondere bei Sommertemperaturen und können als so genannte „Wasserblüten“ auftreten. Blaualgen bilden giftige Stoffe (Toxine), die dem Hund sehr schaden können.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Blaualgen sind Bakterien, die auch unter dem Namen Cyanobakterien bekannt sind und u. a. in der Ostsee oder in Binnenseen vorkommen. Sie vermehren sich insbesondere bei Sommertemperaturen und können als so genannte „Wasserblüten“ auftreten. Blaualgen bilden giftige Stoffe (Toxine), die dem Hund sehr schaden können.

Ein starker Befall von Seen und Teichen, aber auch Tümpeln ist an der ausgeprägten Trübung und starken Grünfärbung des Wassers erkennbar. Eine Sichttiefe im Wasser unter einem Meter und das Vorhandensein von „Wasserblüten“, die wie Schlieren auf der Wasseroberfläche aussehen, sind weitere Anzeichen von einem starken Befall mit Blaualgen. Aber auch angetrocknete grüne oder blau-schwarzen Beläge auf den Steinen am Uferbereich können die gefährlichen Toxine der Cyanobakterien enthalten und beim Ablecken und Kauen aufgenommen werden.

Symptome

  • Vermehrter Speichelfluss
  • (blutiges) Erbrechen
  • (blutiger) Durchfall
  • Desorientierung
  • Seitenlage, Bewusstseinsverlust
  • Atemnot
  • Schock
  • Krämpfe
  • Ggf. Hautausschlag

Verlauf einer Blaualgen-Vergiftung

Nach oraler Aufnahme wandern die Bakterien über das Gallengangsystem in die Leber. Dort entfaltet das Gift (Toxin) seine Wirkung: Bereits nach einer Stunde beginnt die Zerstörung der ersten Leberzellen. Später kann es je nach Dosis auch zu Gerinnungsstörungen, Nierenschädigung mit Blutungen, neurologischen Symptomen und schließlich auch zum Tod durch Leberversagen kommen.

Wie kannst Du Deinem Hund helfen?

Vermeide das Spazierengehen mit Deinem Hund in der Nähe von Bächen und Tümpeln, wenn Du nicht weißt, ob sie möglicherweise mit Blaualgen befallen sind. In Bereichen, die mit Blaualgen verseucht sind, nimm Deinen Hund an die Leine und lass ihn kein Wasser dort trinken.

Die Gewässer in Deutschland werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Badequalität überprüft. Informiere Dich in Deiner Gemeinde, ob es in Deiner Umgebung blaualgenverseuchte Gewässer gibt, die Du mit Deinem Hund meiden solltest. Informiere Dich vor Ort auf Schildern über die Wassergüte des Gewässers.

Wenn Dein Hund in einem Bach oder See geschwommen ist, lass ihn sein Fell nicht ablecken und dusche ihn anschließend mit handwarmem Wasser ab.

Behandlung einer Blaualgen-Vergiftung

Eine Vergiftung mit Blaualgen stellt einen Notfall dar. Warte bitte nicht lange ab, sondern bring Deinen Hund umgehend zum nächsten Tierarzt. Dort wird Dein Hund zunächst gründlich untersucht werden, bevor sich der Tierarzt gegebenenfalls entscheidet, z. B. durch eine Blutuntersuchung die Erkrankung besser einschätzen zu können. Aller Voraussicht nach wird Dein Hund in einer akuten Situation zunächst Aktivkohle verabreicht bekommen, die das Gift absorbiert, damit es nicht mehr vom Körper aufgenommen und mit dem Kot ausgeschieden werden kann. Je nach Allgemeinzustand wird eventuell eine weitere Therapie notwendig werden, um die bereits vorhandenen Symptome zu bekämpfen.

Sollte Dein Hund nur eine geringe Menge an Blaualgen aufgenommen haben, so kann es sein, dass die Symptome wie Durchfall und Erbrechen vielleicht nicht direkt in den Zusammenhang mit einer möglichen Vergiftung vom Tierarzt in Zusammenhang gebracht werden können. Informiere Deinen Tierarzt bitte genau darüber, ob und wann Dein Hund im Wasser gewesen ist. Dann kann Dein Tierarzt unter Umständen sich dazu entscheiden, eine so genannte Leberschutztherapie bei Deinem Hund einzuleiten, um bereits entstandene Schäden an dem Organ, die durch entsprechende Laborwerte sichtbar werden können, regenerativ zu behandeln.

Wann solltest Du den Tierarzt aufsuchen?

Bei Verdacht auf Kontakt/Vergiftung mit Blaualgen

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