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Blutohr bei Hund und Katze

„Blutohr“ bedeutet, dass die Ohrmuschel des Hundes oder der Katze aufgrund einer inneren Blutung in diesem Bereich anschwillt. Erfahre hier mehr über die Symptome, Diagnose und Behandlung des Blutohrs (Othämatoms) bei Hunden und Katzen!

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Ursachen

Beim Kratzen, Reiben oder Schütteln der Ohrmuscheln kommt es in diesem Bereich zu einer Verletzung der betroffenen Gefäße, so dass sich Blut zwischen Haut und Knorpel der Ohrmuschel ansammelt. Die Gründe für den Juckreiz oder die Schmerzen im Kopfbereich sind vielfältig. Ursachen für ein Blutohr können u. a. Ohrenentzündungen, Allergien, Fremdkörper, Zubildungen oder auch Ektoparasiten sein.

Symptome des Blutohrs bei Hund und Katze

Meist schwillt nur eine Ohrmuschel an, sie ähnelt einem Kissen und ist manchmal fluktuierend weich und warm oder auch sehr hart. Nicht immer sind Schmerzen vorhanden. In der Verbindung mit einer Ohrenentzündung kannst Du manchmal auch Ausfluss aus dem Ohr beobachten.

Katzen sind sehr viel seltener als Hunde betroffen.

Diagnose

Aufgrund der klinischen Symptome kann der Tierarzt in der Regel schnell die Diagnose stellen. Alternativ sind noch Abszesse durch Kampf- oder Bissverletzungen, bzw. bei der Katze die sog. aurikuläre Chondritis (Entzündung des Ohrknorpels) zu bedenken.

Ein unbehandeltes Blutohr führt zu Gewebeumbildungen und Vernarbungen (sog. Blumenkohl-Ohr).

Behandlung des Blutohrs

Für die Behandlung eines Blutohrs gibt es kein einheitliches Vorgehen. Abhängig vom Alter, Allgemeinzustand, Vorgeschichte und möglicher zugrunde liegender Ursachen wird sich der behandelnde Tierarzt für eine individuelle Therapie entscheiden.

Neben einer gründlichen Anamnese wird der Tierarzt die Ohren näher untersuchen, gegebenenfalls einen Abstrich für eine mikroskopische Untersuchung nehmen sowie eine gründliche Allgemein- und Hautuntersuchung durchführen.

Grundsätzlich ist eine konservative Behandlung mit Glukokortikoiden möglich; allerdings zeigt die Praxis, dass neben der Therapie der Primärerkrankung in der Regel zum geeigneten Zeitpunkt eine Punktion des Blutohrs notwendig ist. In besonders schweren Fällen muss ein chirurgischer Eingriff vorgenommen und anschließend ein Kopfverband angelegt werden.

Der Einsatz von Blutegeln am wachen Tier im Rahmen einer alternativen Behandlung ist ebenfalls möglich. Die Vor- und Nachteile jeder Behandlung sollte Dein Tierarzt gemeinsam mit Dir besprechen und entscheiden.

Wann solltest Du den Tierarzt aufsuchen?

Wenn Du Dir sehr große Sorgen um Dein Haustier machst, solltest Du Dich an Deinen Haustierarzt wenden. Bei geschwollenen Ohrmuscheln von Hund oder Katze ist es immer sinnvoll, einen Tierarzt zu konsultieren.

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