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Mediale Patellaluxation (MPL) bei Haustieren

Hast du einen kleinen Hund? Hüpft er manchmal auf drei Beinen oder hält ein Hinterbein hoch? Dein Hund könnte ein „springende Patella“ oder „MPL“ haben, wie man in der Tiermedizin sagt. Lies‘ weiter, wenn du mehr über die Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten für diese häufige Ursache von Hinterbeinlahmheiten bei Hunden erfahren möchtest.

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Was ist eine mediale Patellaluxation (MPL)?

Medial heißt „zur Körpermitte“ (also nach innen), Patella ist der lateinische Begriff für Kniescheibe und Luxation heißt, dass etwas aus seiner normalen Position raus ist. Es handelt sich hierbei um eine erbliche Erkrankung, bei der die Patella sich nicht richtig entwickelt.

Wenn die Patella verrutscht, haben die betroffenen Hunde oder Katzen Probleme ihr Knie zu strecken oder zu beugen, weshalb sie hüpfen und das betroffene Bein in der Luft halten. MPL kann, muss aber nicht signifikant sein und kann, muss aber nicht immer behandelt werden. MPL ist eine Erbkrankheit, die häufig mit weiteren Entwicklungsstörungen an den Knochen des Hinterbeins einhergeht.

Mediale Patellaluxationen sind bei kleinen Hunderassen sehr häufig, aber sie kommen auch bei großen Hunden und Katzen vor. Größere Hunde haben eher eine laterale Patellaluxation (nicht medial). Die Erkrankung kann bei Hunden und Katzen jeden Alters auftreten, ist aber meist schon von Geburt an vorhanden und verschlimmert sich im Laufe des Lebens. Bei 50% aller Hunde mit Patellaluxationen ist nur ein Hinterbein betroffen, während bei den übrigen 50% beide Hinterbeine betroffen sind.

Was ist die Ursache für MPL bei Hunden?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dazu beitragen, dass die Kniescheibe herausrutscht. Bei kleinen Hunden sind es vor allem erblich bedingte Fehlentwicklungen der Knochen. Bei diesen Hunden ist die Tibia (Schienbeinknochen) nicht gerade gewachsen, sondern nach innen verdreht. Außerdem ist die Trochleagrube (darin sitzt die Kniescheibe) zu flach, sodass die Kniescheibe wenig seitlichen Halt hat. Übergewichtige Hunde leiden häufiger Patellaluxationen und entwickeln viel häufiger Komplikationen, wie z.B. einen Kreuzbandriss.

Welche Symptome zeigen Hunde mit MPL?

Typisch ist das kurze Hüpfen auf drei Beinen beim Laufen. Andere Symptome zeigen sich je nach Schweregrad der Luxation, die in 4 Kategorien eingeteilt wird:

Grad 1: milde und unregelmäßige klinische Symptome; Patella kann mit der Hand aus der Trochleagrube herausgeschoben werden, springt aber von allein zurück.

Grad 2: das Tier hüpft immer mal auf drei Beinen oder hält ein Hinterbein in die Luft; wenn man das Knie beugt, springt die Patella heraus. Streckt man das Bein wieder, springt sie von allein wieder rein.

Grad 3: Das Tier ist häufig oder dauerhaft lahm. Die Patella springt immer wieder heraus und nicht von allein wieder zurück, kann aber noch manuell zurückverlagert werden. Knochenveränderungen sind sichtbar.

Grad 4: Schwere Lahmheit und Knochenveränderungen. Die Patella ist dauerhaft luxiert und lässt sich nicht mehr zurückverlangen.

Wie wird MPL diagnostiziert?

MPL wird typischerweise durch eine orthopädische Untersuchung durch dein:e TIerärzt:in festgestellt. Röntgenaufnahmen helfen dabei die Knochen der Hinterbeine zu beurteilen und festzustellen, ob Fehlentwicklungen oder andere Veränderungen an Knochen oder Bändern vorhanden sind. Unbehandelt führen schwere MPLs zu Deformationen und Arthrose der langen Knochen an den Hinterbeinen und der Hüfte. Patellaluxationen treten manchmal auch zusammen mit Kreuzbandrissen oder anderen Knieerkrankungen auf.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Patellaluxationen?

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Luxation. Hier einige Möglichkeiten:

  1. Glucosamine und Chondroitin (lebenslang) als Nahrungsergänzungsmittel füttern. Viele Tierärzt:innen empfehlen dies unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung, um die Gelenkgesundheit zu fördern.
  2. Entzündungshemmende Schmerzmittel, um Schmerz und Schwellung am Knie zu reduzieren, werden vor allem bei MPL Grad 2-4 verschrieben.
  3. Chirurgische Interventionen (empfohlen für Grad 3 und 4) können verschiedene Knochen- und Weichteiloperationen umfassen. Zum Beispiel: Vertiefung der Trochleagrube (Führungsrinne der Kniescheibe), Korrektur der Bänder, die die Patella in der Führungsrinne halten bzw. herausziehen, Spannungsreduzierende Einschnitte um die Patella herum

Prognose nach der OP

Bei Katzen haben OPs für Patellaluxationen grundsätzlich eine sehr gute Prognose. Bei Hunden ist die Prognose gut, sofern die Patellaluxation nur gering bis mittelschwer war. Die besten Ergebnisse werden mit passenden post-operativer Versorgung, Rehabilitation und Hydrotherapie (Wasserlaufband) und anderen Physiotherapiemaßnahmen erreicht.

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