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Tierärztlicher Rat: Augenuntersuchungen und Augenpflege für dein Haustier

Ich liebe es, meine Haustiere anzuschauen! Sie bereiten mir Freude und entspannen mich. Tatsächlich schauen wir unsere Haustiere ungefähr 100 mal pro Tag an, aber wie oft sehen wir genau hin? Wie oft schauen wir in die Augen? Um dich um die Augen deines Tieres kümmern zu können, musst du erstmal wissen, wie sie normalerweise aussehen. Was bei deinem Tier normal ist, ist bei einem anderen Tier möglicherweise nicht so. Daher ist es sehr wichtig und sehr hilfreich für dein:e Tierärzt:in, wenn du genau weißt, wie die Augen deines Tieres normalerweise aussehen.

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Wie du dein Haustier zu Hause für eine Augenuntersuchung vorbereiten kannst.

Eine allgemeine Augenuntersuchung kannst du zu Hause selbst durchführen. Von Hunden und Katzen kann intensiver Blickkontakt als Bedrohung wahrgenommen werden. Deshalb kann es einige Tage bis Wochen dauern, bis dein Haustier die Untersuchung entspannt über sich ergehen lässt. Am Anfang solltest du die Untersuchung möglichst ruhig und kurz halten. Gib‘ deinem Tier dabei genug Leckerlis und Belohnungen. Wenn du deinem Tier beibringst Berührungen von Gesicht und Auge zu dulden, werden tierärztliche Untersuchungen, Medikation, Reinigung und Haartrimmen am Auge sehr viel einfacher sein. Du interessierst dich für mehr Tipps zur Medikation am Auge? Dann schau‘ in diesen Artikel.

Worauf du bei der Augenuntersuchung achten solltest.

Zunächst solltest du dir beide Augen gleichzeitig anschauen. Die Augen sollten nahezu symmetrisch sein. Manche Haustiere haben jedoch unterschiedliche Augenfarben oder unterschiedlich gefärbte dritte Augenlider. Die Pupillen (dunkle runde Punkte in der Mitte der Augenoberfläche) sollten immer gleich groß sein. Wenn du das Licht dimmst, sollten sie größer werden, während sie bei hellem Licht sofort deutlich kleiner werden sollten.

Während du dir die Augen anschaust, solltest du darauf achten, ob es Irritationen durch Nasenhaare, Wimpern oder Haare am Auge gibt. Es sollte nur geringen Tränenausfluss geben. Am Auge sollte nie gelber oder grünlicher Ausfluss sein (Anzeichen für eine Infektion).

Dein Haustier sollte zwinkern, wenn du vorsichtig die Haut am Augenrand berührst. Es ist nicht immer offensichtlich, dass ein Tier nicht zwinkern kann. Wenn dein Haustier nicht oder nicht richtig zwinkern kann, kann das schwerwiegende Folgen für das Auge haben, z.B. trockene Augen oder Hornhautabrieb.

Zum Schluss solltest du unbedingt nach Rötungen am Auge schauen. Am besten geht das, wenn du die Augenlider anhebst und dir die weißen Augenteile, die Sklera, anschaust. Wie der Name andeutet, handelt es sich um eine weiße Fläche, über die ganz wenige rote Blutgefäße laufen. Wenn das Auge schmerzhaft oder entzündet ist, vergrößern und vermehren sich diese Gefäße. Die Sklera selbst kann auch mit Blut gefüllt sein. Sollte das der Fall sein, ist das auf jeden Fall ein Grund zur Sorge! Wenn du ein Problem an den Augen deines Haustieres entdeckst, solltest du deine haustierärztliche Praxis aufsuchen oder einfach einen Termin mit einem FirstVet ausmachen.

Was kann mein Haustier sehen?

Haustiere kommen sehr gut ohne ihre Sehkräfte aus. Ihre anderen Sinne sind so scharf, dass sie auch eine völlige Erblindung gut verheimlichen können. Es gibt sogar ein Video davon wie eine blinde Katze eine Maus fängt!

Wie kann man dann überhaupt die Sehstärke beurteilen? Es wäre toll, wenn dein Tier die Buchstaben an der Wand vorlesen könnte. In der tierärztlichen Praxis müssen wir uns daher anderer Instrumente bedienen. Deine Beobachtungen zu Hause können dafür sehr hilfreich sein. Blinde Katzen springen zum Beispiel seltener hoch und herunter von Möbeln oder stoßen dagegen, wenn sie umgestellt werden. Hunde verlieren meist zuerst ihre Nachtsicht, bevor ihre Sicht bei Tag eingeschränkt wird. Deshalb kann es hilfreich sein, sie nachts beim Freilaufen zu beobachten. Einen Wattebausch zu werfen und zu prüfen, ob dein Haustier sieht, wo er auftrifft, kann ebenfalls dabei helfen. Der Test funktioniert aber nur mit lautlosen und geruchlosen Objekten, damit dein Haustier es nicht riechen oder hören kann.

Wie sehen die Augen meines Haustieres normalerweise aus?

Wie bereits oben beschrieben, kann „normal“ bei deinem Haustier anders als bei anderen Haustieren aussehen. Unten ist eine Auflistung von Beispielen für „normale Veränderungen“ am Auge deines Tiers nach Tierart und Rasse.

Flat-coated Retriever, Greyhounds, manche Setter und Siamesen haben tiefliegende Augen. Diese Rassen sind dafür anfällig „Schlaf“ in den Augenwinkeln anzusammeln. Diese Ablagerungen sind in der Regel grau oder weiß und sollten nur in geringem Umfang vorhanden sein. Die Augenwinkel sollten regelmäßig mit warmem Wasser und einem Wattebausch oder Tuch gereinigt werden.

Große Augen sind züchterisch gewünscht, aber viele beliebte Rassen wie Französische Bulldoggen, Möpse und Perserkatzen haben deshalb viel wässrigen Augenausfluss. Das liegt an der Form der Augen, die dazu führt, dass die Tränen nicht am Auge bleiben. Der verstärkte Tränenfluss kann zu Tränenstraßen im Fell führen, die regelmäßig weggewischt werden sollten.

In schweren Fällen kann es bei manchen Rassen vorkommen, dass die Augen zu groß sind, um durch die Lider vollständig umschlossen zu werden. Das führt dazu, dass betroffene Tiere mit leicht geöffneten Augen schlafen oder unvollständig zu zwinkern. Dies kann zu Erkrankungen der Augenoberfläche führen (z.B. Keratitis). Wenn du dir Sorgen machst, dass dein Tier ein solches Problem hat, solltest du dein:e Tierärzt:in darauf ansprechen – es kann sein, dass dafür Augentropfen verschrieben werden.

Der Wuschel-Look sieht beim Hund wirklich süß aus. Rassen wie Labradoodle und andere Pudel-Mixrassen sind immer beliebter, besonders weil sie keine Haare verlieren. Das kann jedoch zu anderen Problemen führen. Diese Haustiere brauchen regelmäßige Fellpflege und haben häufig schief stehende Haare, die am Auge reiben. Du kannst lernen, wie man die Haare auf der Nase und um die Augen mit einer stumpfen, abgerundeten Schere trimmen kann. Aber es ist sehr wichtig, dass du die Technik richtig anwendest, damit du die Augen nicht verletzt. Bei diesen Rassen ist regelmäßiges Trimmen empfohlen. Es kann sein, dass du dein Haustier alle 6 Wochen von einem Profi trimmen lässt.

Wie du siehst, gibt es vieles, was du zu Hause für dein Tier machen kannst. Du solltest jedoch immer professionelle Hilfe aufsuchen, wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt. Ein Auge sollte man nie auf’s Spiel setzen – bei Augen ist es nie ratsam „erstmal abzuwarten“, weil sie so sensibel und empfindlich sind.

Du hast noch mehr Fragen?

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