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Zecken bei Katzen: Infos, Tipps & wie du sie entfernst

Zecken bei Katzen können zu einer unangenehmen Angelegenheit werden, da manche Zecken Krankheitserreger in sich tragen und diese übertragen können. Solche Erreger haben das Potenzial Krankheiten wie zum Beispiel Anaplasmose auszulösen.In diesem Beitrag erfährst du, was du über das Thema Zecken bei Katzen wissen solltest, wie du vorgehen kannst, wenn sich deine Katze eine oder mehrere Zecken eingefangen hat und wie du den Gefahren von Zeckenbissen vorbeugen kannst.

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Was du über Zecken wissen solltest

Glücklicherweise erkranken Katzen deutlich seltener als Hunde an Krankheiten, welche über Zecken übertragen werden. Vermutlich liegt dies an ihrem dichteren Fell. Trotzdem sollten vor allem bei deiner Freigängerkatze Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um deinen Liebling zu schützen.

Was sind eigentlich Zecken? Zecken sind spinnenartige Parasiten, die sich vom Blut deiner Katze ernähren und dabei gefährliche Krankheiten übertragen können. Der Zeckenstich an sich bereitet einer Katze in der Regel keine Probleme. Die wahre Gefahr des Zeckenstichs liegt in den Erregern, welche durch die Zecke übertragen werden können. Hierdurch können Krankheiten ausgelöst werden wie:

  • Anaplasmose

  • Ehrlichiose

  • Hepatozoonose

  • Babesiose

  • Borreliose


Falls du einen Zeckenbiss bei deiner Katze feststellen kannst, solltest du schnell handeln. Denn generell gilt: je länger die Zecke an deiner Katze is(s)t, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Krankheitserregern.

Schauen wir uns nun an, was du tun kannst, falls deine Katze schon Zeckenbisse hat und anschließend, wie du der Gefahr von Zeckenbissen so gut wie möglich vorbeugen kannst.

Übrigens: Was umgangssprachlich als Zeckenbiss bekannt ist, müsste richtigerweise eigentlich Zeckenstich heissen.


Meine Katze hat einen Zeckenstich: Was tun?

Du hast nun zwei Möglichkeiten. Entweder lässt du deine:n Tierärzt:in die Zecke für dich ziehen oder dir beibringen, wie es geht.

Die zweite Möglichkeit ist die Zecke selber herauszuziehen. Dabei solltest du jedoch unbedingt ein paar Dinge beachten, die wir dir jetzt erklären. Solltest du dir unsicher sein, wende dich im Zweifelsfall lieber an eine:n Tierärzt:in.


Zecken entfernen bei deiner Katze: So nicht!

Ziehe die Zecke auf keinen Fall mit deinen Fingern oder einem ungeeignetem Hilfsmittel heraus. Dabei könntest du ihren Körper zerquetschen und die Krankheitserreger können somit direkt in deine Katze gedrückt werden. Verwende auch keinen Alkohol, Vaseline oder Öl, wie auf manchen unseriösen Webseiten empfohlen. Denn dadurch setzt du die Zecke unter Stress.

Stress kann dazu führen, dass sie erbricht und dadurch ihre Sekrete und auch Krankheitserreger verstärkt in den Körper deiner Katze überträgt.

Sollten beim Entfernen der Zecke einige ihrer Körperteile zurückgeblieben sein, frag eine:n Tierärzt:in, wie du weiter verfahren sollst und ob die verbliebenen Teile entfernt werden müssen.


Zecke entfernen bei deiner Katze: So machst du es richtig!

Um eine Zecke zu entfernen, solltest du stets dafür geeignetes Zeckenwerkzeug benutzen. Wir empfehlen eine Zeckenzange. Du kannst aber auch eine Zeckenschlinge oder eine Zeckenkarte nutzen. Für was du dich entscheidest hängt davon ab, mit welchem Werkzeug du dich am wohlsten fühlst.

So gehst du beim Entfernen einer Zecke mit einer Zeckenzange vor:

  1. Nutze deine Hände, um das Fell der Katze zu teilen, damit die Zecke frei liegt.
  2. Öffne die Zange, indem du den Knopf nach unten drückst.
  3. Umschließe die Zecke mit der Zange und achte dabei unbedingt darauf, dass du mit der Zange so nah wie möglich an der Haut anliegst.
  4. Lasse den Knopf der Zange los, damit sich die Zange schließen kann.
  5. Zieh die Zecke vorsichtig und langsam heraus. Anfangs sitzt die Zecke noch etwas fest, aber nach langsamem und geduldigem Ziehen verbunden mit einer leichten Drehbewegung löst sie sich leicht heraus. Langsames und vorsichtiges Ziehen ist wirklich wichtig, keine ruckartigen Bewegungen!
  6. Nutze ein für Katzen geeignetes Desinfektionsmittel und desinfiziere damit die kleine Wunde.
  7. Wende bei Bedarf ein Zeckenschutz-Präparat an, um auch eventuell übersehene Zecken oder Larven zu beseitigen.


Zecken bei Katzen vorbeugen

Besonders wenn deine Katze ein Freigänger ist, solltest du das Fell deines Lieblings im besten Fall 2 x täglich nach Zecken absuchen. Wenn du dann Zecken findest, werden sie vermutlich noch nicht lange im Fell gewesen sein. Du erinnerst dich: Je kürzer die Zecke auf deiner Katze saß, mit desto geringerer Wahrscheinlichkeit hat sie ihre Erreger übertragen.

Übrigens: Nicht jede infizierte Zecke führt automatisch auch zur Infektion mit einer Krankheit.

Spreche mit einem Tierarzt über Präparate zur Zeckenbekämpfung – hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Einige Mittel töten die Zecke ab (akarizid), andere wirken abschreckend (repellierend). Ob für deine Katze ein Spot-On-Produkt (Flüssigkeit zum Auftragen auf der Haut) oder ein Halsband die passende Schutzmöglichkeit ist, könnt ihr gemeinsam herausfinden.

Denn nicht jedes Mittel zur Zeckenbekämpfung ist für jede Katze sinnvoll anzuwenden. Z.B. spielen Alter und Gesundheitszustand deines Lieblings, eure familiäre Situation oder auch möglicher Freigang eine Rolle. Daher ist die Rücksprache mit einem Tierarzt sinnvoll, um für dein Tier die bestmögliche Variante zu wählen.

Wie du ein Spot-On-Mittel bei deiner Katze richtig anwendest, erklären wir dir noch einmal hier.

Jedoch garantieren auch solche Präparate keinen 100-prozentigen Schutz. Deshalb ist auch das Absuchen des Fells deiner Freigänger-Katze ein absolute Empfehlung.


Gibt es eine Borreliose Impfung für Katzen?

Es gibt keine Borreliose-Impfung für Katzen. Deshalb kannst du zum Schutz deiner Freigänger-Katze Produkte zur Zeckenbekämpfung verwenden.

Wichtig ist übrigens auch, dass du nur Präparate nimmst, die speziell für Katzen entwickelt wurden. Produkte für Hunde sind für Katzen nicht geeignet und sogar gefährlich.


Wann solltest du einen Tierarzt aufsuchen?

Wenn die Rötung des Bisses auch nach der Entfernung länger bestehen bleibt oder ein Ausfluss aus der Bissstelle festzustellen ist, solltest du eine:n Tierärzt:in kontaktieren.

Wenn du Krankheitssymptome wie Fieber, Lahmheiten, Schwellungen der Lymphknoten oder Abgeschlagenheit beobachten kannst, kontaktiere ebenfalls eine:n Tierärzt:in.


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