Yorkshiterrier

Zeit des Abschieds - Euthanasie

Unsere Haustiere sind ein wichtiger Teil der Familie, und die Entscheidung, Abschied zu nehmen, fällt nie leicht. Dazu gehören auch folgende Fragen, über die du nachdenken solltest: Hat dein Haustier noch eine gute Lebensqualität?

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Die Entscheidung, dein Haustier zu euthanasieren

Unsere Haustiere sind ein wichtiger Teil der Familie, und die Entscheidung, Abschied zu nehmen, fällt nie leicht. Es kann helfen, mit deiner Familie und deinen Freunden darüber zu sprechen. Dazu gehören auch folgende Fragen, über die du nachdenken solltest: Hat dein Haustier noch eine gute Lebensqualität?

  • Kann dein Haustier noch einigermaßen bequem essen, trinken, schlafen und sich bewegen
  • Reagiert er oder sie auf deine Anwesenheit und begrüßt dich?
  • Erregt die Fütterungszeit noch ein gewisses Interesse?
  • Anhaltende Unfähigkeit zu fressen, Erbrechen, Anzeichen von Schmerzen, Ängsten oder Unwohlsein oder Atembeschwerden sind alles Anzeichen dafür, dass eine Euthanasie in Betracht gezogen werden sollte.

Du und deine Familie kennen dein Haustier besser als jeder andere, versuch also, dir ein fundiertes Urteil über seine Lebensqualität zu bilden. Ein Tierarzt wird dir dabei helfen und möglicherweise eine Empfehlung aussprechen.

Wenn du auf eine Verbesserung des Zustands deines Haustiers achtest, kann es hilfreich sein, eine Frist zu setzen, in der dies zu erwarten ist. Obwohl wir uns dies wünschen, sterben leider nur sehr wenige Haustiere friedlichim Schlaf zu Hause. Die meisten erreichen einen Punkt, an dem ihre Lebensqualität schlecht ist und die Entscheidung für die Euthanasie getroffen werden muss.

Es kommt häufig vor, dass man sich schuldig fühlt, weil man die Entscheidung treffen muss oder sich fragt, ob man das Richtige tut. Es ist normal, Zweifel zu haben, und das wird sich mit der Zeit legen. Es ist eine herzzerreißende Entscheidung, die man treffen muss, aber die Entscheidung zeigt, wieviel Liebe man für sein Haustier empfindet und wie sehr man in der Lage ist, seine Pflege und sein Wohlergehen über seine eigenen Verlustgedanken zu stellen.

Was passiert während der Euthanasie?

Vereinbare einen Termin in deiner Tierklinik oder bei deinem Tierarzt und erkläre die Situation der Rezeptionistin, die möglicherweise einen ruhigeren Zeitpunkt für deinen Besuch wählen kann. Es kann eine gute Idee sein, dass ein Freund oder ein Familienmitglied dich zur Unterstützung begleitet, und vielleicht ist eine Auszeit von der Arbeit hilfreich für dich.

Einige Tierärzte bieten Hausbesuche für Euthanasietermine an. Es gibt auch mobile Tierärzte, die dich zu Hause besuchen können. Wenn dein Haustier bereits in der Tierklinik ist, kannst du um einen Besuch und eine Verabschiedung bitten, wenn du dies wünschst.

Befindet sich dein Haustier jedoch in Narkose, kann es besser sein, der Euthanasie zuzustimmen, ohne es aufzuwecken, und du kannst danach um einen letzten Besuch bitten. Der Tierarzt wird dir das Verfahren und das, was dich erwartet, erklären.

Scheue dich nicht, Fragen zu stellen oder über deine Sorgen zu sprechen. Der Termin wird sehr ruhig ablaufen,und dein Haustier wird durchgehend mit Würde und Respekt behandelt werden. Haustiere, die durch die Situation wahrscheinlich aufgewühlt oder gestresst werden, können vorher ein leichtes Beruhigungsmittel erhalten, um ihre letzten Momente entspannter zu gestalten.

Nicht jeder entscheidet sich, bis zum Ende bei seinem Haustier zu bleiben. Es mag ein Trost für dich sein, zu wissen, dass die Euthanasie normalerweise ein schneller und sanfter Prozess ist, aber versuche dich nicht schuldig zu fühlen, wenn du das Gefühl hast, nicht bleiben zu können; es ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Du kannst dich darauf verlassen, dass dein Tierarzt und die Tierarzthelferin dein Haustier in deiner Abwesenheit liebevoll behandeln werden. Danach sollte dir die Möglichkeit geboten werden, einige Minuten mit deinem Haustier allein zu sein, um dich endgültig zu verabschieden.

Es ist ganz natürlich, dass du traurig und verzweifelt bist, wenn dein Haustier stirbt. Schließlich ist dein Haustier ein geliebtes Familienmitglied. Schäme dich nicht, deine Emotionen zu zeigen, das tierärztliche Personal weiß, wie schwierig diese Situation für dich ist.

Was passiert nach der Euthanasie?

Schäme dich nicht, den Tierarzt oder die Tierarzthelferin zu fragen, ob du etwas Fell deines Tieres behalten oder eine Zeremonie, z.B. ein Gebet, durchführen darfst. Tierärzte sind an solche Bitten durchaus gewöhnt und werden sehr verständnisvoll sein. Die meisten Menschen entscheiden sich für eine Einäscherung, die von der Klinik arrangiert wird, aber oft gibt es in deiner Gegend auch örtliche Unternehmen, die diesen Service anbieten.

Dein Tierarzt kann dir alle Optionen nennen oder du kannst FirstVet kontaktieren und einen Termin vereinbaren, um die Optionen mit einem unserer Tierärzte zu besprechen. Du kannst auch mit Freunden sprechen, die dies vielleicht schon einmal durchgemacht haben. Es wird in deiner Nähe Haustierfriedhöfe geben oder du kannst den Leichnam zur Bestattung mit nach Hause nehmen (Achte auf regionale Verbote oder Vorgaben für das Beerdigen deines Haustieres auf dem eigenen Grundstück).

Sei darauf vorbereitet, dass sich das Haus bei deiner Rückkehr leer anfühlt. Es kann einige Zeit dauern, bis du dich daran gewöhnt hast und mit deinem Verlust fertig wirst. Nimm dir die Zeit, um zu trauern, und erinnere dich an dein Haustier auf die Art und Weise, die dir hilft - durch Reden, Schreiben oder das Anschauen von Fotos.

Versuche dir Zeit zu nehmen, um dich zu erinnern, und spreche mit Familie und Freunden. Es kann hilfreich sein, mit einer Organisation zu sprechen, die professionelle Unterstützung bietet, z.B.dem psychologischen Dienst.

Bespreche Fragen oder Bedenken, die du bezüglich der Gesundheit oder Lebensqualität deines Haustiers hast, mit deinem Tierarzt oder vereinbare einen Termin mit einem unserer erfahrenen Tierärzte von FirstVet. Scheue dich nicht, die Möglichkeit der Euthanasie lieber früher als später zu besprechen, damit du zu gegebener Zeit eine fundierte Entscheidung treffen kannst. Viele der mit dem Alter verbundenen Krankheiten, wie Arthritis oder Zahnerkrankungen, können behandelt werden. Oft sind die Probleme deines Haustieres überschaubar und eine frühe Behandlung verringert das Leiden. Haustiere zeigen oft keine offensichtlichen Anzeichen von Schmerzen, insbesondere bei chronischen Schmerzen; Sie neigen dazu, ihr Verhalten so anzupassen, dass sie mit ihren Schmerzen fertig werden. DeinHaustier könnte Schmerzen haben, wenn du eine Verhaltensänderung, Verlust des Appetits oder eine Abneigung gegen den Umgang mit dir oder gegen Bewegung bemerkst. Es kann auch ein Zeichen von Schmerzen sein, wenn dein Haustier unruhig ist, sich nicht wohl zu fühlen scheint, in einer anormalen Position sitzt oder liegt oder wenn dein Haustier angespannt oder zurückgezogen wirkt und seine normale Lebensfreude verloren hat. Bespreche die Symptome deines Haustiers immer mit einem Tierarzt. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Anzeichen auch durch andere Probleme als Schmerzen verursacht werden können.

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