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Scheinträchtigkeit bei Katzen

Besitzt du eine erwachsene, unkastrierte Katze und befürchtest, dass sie eine Scheinträchtigkeit hat? Während dies bei Hunden recht häufig vorkommt, sind Scheinträchtigkeiten (auch Pseudoträchtigkeit oder Pseudocyesis genannt) bei Katzen eher selten. Lies mehr über die Ursachen, Anzeichen und Behandlungsmöglichkeiten in diesem Artikel.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Was sind die Ursachen einer Scheinträchtigkeit bei der Katze?

Eine Scheinträchtigkeit tritt auf, wenn ausgewachsene weibliche Katzen den Rolligkeitszyklus durchlaufen und es zum Eisprung kommt (Ovulation), jedoch nicht trächtig werden. Hierbei werden große Mengen des Schwangerschaftshormons Progesteron produziert, welches dem Körper eine Trächtigkeit vorspielt.

Anzeichen einer Scheinträchtigkeit bei Katzen

Die Anzeichen einer Scheinträchtigkeit ähneln denen einer echten Trächtigkeit. Dadurch ist es meist recht schwierig, sie zu differenzieren. Zu den Symptomen, die festgestellt werden können, gehören:

  • Vergrößerte Milchdrüsen und Brustwarzen
  • Gesteigerter Appetit und/oder Gewichtszunahme
  • Verhaltensänderungen, wie z. B. das Aufsuchen neuer Schlaf-/Nestplätze sowie zurückgezogenes oder lethargisches Verhalten

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Diagnose einer Scheinträchtigkeit der Katze

Wie oben erwähnt, ist es schwierig, eine Scheinträchtigkeit zu diagnostizieren. Die Tierärzt:in kann dies jedoch mit Hilfe eines Ultraschalls ab dem 28. Tag oder durch Röntgenaufnahmen nach dem 45. Tag der möglichen Trächtigkeit überprüfen.

Behandlungsmöglichkeiten für scheinträchtige Katzen

Normalerweise müssen scheinträchtige Katzen nicht behandelt werden. Die Anzeichen klingen in der Regel ohne Behandlung ab und die Katze wird 6-8 Wochen nach dem letzten Zyklus wieder rollig bzw. ist bereit, sich erneut zu paaren. Für Zuchtkatzen, bei denen eine Scheinträchtigkeit auftritt, wird eine Kastration dringend empfohlen.

Eine erhöhte Zirkulation von Progesteron bei unkastrierten Katzen kann zu einer Gebärmutterentzündung (Pyometra) führen, einem ernsten, lebensbedrohlichen Zustand. Hierbei füllt sich der Uterus mit Bakterien und Flüssigkeit, was unbehandelt meist tödlich endet.

Die Therapie der Pyometra umfasst einen Klinikaufenthalt zur unterstützenden Behandlung, einschließlich Antibiotika, Schmerzbehandlung, intravenöser (IV) Flüssigkeitstherapie und einer Kastrationsoperation zur Entfernung der infizierten Gebärmutter.

Vorbeugung einer Scheinträchtigkeit

Idealerweise sollte eine weibliche Katze im Alter von 4-5 Monaten bzw. kurz nach der Adoption sterilisiert werden. Erfahre mehr über die Kastration einer weiblichen Katze, wann sie nötig ist und alle weiteren Details, indem du hier klickst!

Wann du deine:n Tierärzt:in kontaktieren solltest

Du hast eine unkastrierte weibliche Katze, die älter als 4 Monate ist? Ist dir eines der in diesem Artikel aufgeführten Symptome aufgefallen oder hast du weitere Fragen zu deiner Katze? Vereinbare einen Termin mit einer unserer Tierärzt:innen hier bei FirstVet, um dich beraten zu lassen.

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