FirstVet
Erik jan leusink Ib Px G Lg Ji MI unsplash

Ohrmilben bei Katzen

Ohrmilben sind Parasiten die häufig die Ohren von Hunden und Katzen befallen. Meistens findet man sie bei jungen Tieren. Die Infektion kann bei Welpen und Kitten bereits im Alter von wenigen Wochen auftreten, wenn die Milben von der Mutter übertragen werden. Ohrmilben leben und nisten im äußeren Gehörgang, wo sie zu starken Irritationen führen.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
Wussten Sie, dass FirstVet Videoanrufe mit erfahrenen, in Deutschland registrierten, Tierärzten anbietet? Wenn Sie bei einem unserer Tierkrankenversicherungspartner versichert sind, sind Ihre Videoanrufe komplett kostenlos. Sie können innerhalb von 30 Minuten eine Konsultation erhalten, indem Sie sich hier bei FirstVet anmelden.

Wie finde ich heraus, ob meine Katze Ohrmilben hat?

Das Hauptsymptom ist die Irritation der Ohren, die sich z.B. durch Kratzen oder Kopfreiben äußert. Falls deine Katze sich in die Ohren schauen lässt, kannst du selbst nachschauen, ob sie gerötet und schmerzhaft sind. Häufig finden sich dort auch große Mengen von dunkelbraunem oder schwarzem wachsartigem Ausfluss.

Die Milben kann man mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Die Parasiten sind sehr klein, viel kleiner als Flöhe oder Zecken. Außerdem halten sie sich meist in dunklen Tunneln tief im Gehörgang auf, wo sie nur mit besonderem Equipment entdeckt werden können. Manchmal infizieren die Milben auch die Pfoten, die zum Kratzen des Ohrs genutzt werden oder Hautstellen, die dem Ohr beim Schlafen anliegen. Ein wichtiges Symptom: Ohrmilben verursachen Haarausfall und Rötungen an Haut und Pfoten.

Wie diagnostiziert man Ohrmilben?

Wenn du eine junge Katze hast, die sich beide Ohren kratzt und viel dunklen Ohrenschmalz hat, stehen Ohrmilben unter Verdacht. Um diesen Verdacht zu bestätigen, solltest du eine:n Tierärzt:in zu Rate ziehen.

Dein:e Tierärzt:in hat ein Otoskop, ein kleines Licht mit Vergrößerung, um die tieferen Anteile des Ohrkanals zu untersuchen. In manchen Fällen kann dein:e Tierärzt:in mithilfe des Otoskops kleine bewegliche weiße Punkte im Ohr erkennen. Das sind die Ohrmilben, die so sicher festgestellt werden können. Falls das nicht der Fall sein sollte, wird dein:e Tierärzt:in wahrscheinlich eine Tupferprobe vom Ohrschmalz nehmen und unter dem Mikroskop untersuchen. Ohrmilben lassen sich relativ einfach unter dem Mikroskop diagnostizieren.

Es gibt einige andere Erkrankungen, die bei deiner Katze ähnliche Symptome hervorrufen können. Kratzen am Kopf kann auch durch Flohallergien, Insektenstiche, Umweltallergien (z.B. Pollen) oder Futterallergien verursacht werden. Ausfluss aus den Ohren kann auch ein Hinweis auf eine andere Infektion sein, z.B. mit Hefen oder Bakterien. Eine Ohrtupferprobe (für eine Zytologie) kann hierbei sehr hilfreich sein. Generell betreffen Ohrmilben beide Ohren. Wenn nur ein Ohr betroffen ist, könnte es sich auch um eine andere Ursache handeln, etwa einen Polypen oder Granne.

Therapie für Ohrmilben bei Katzen

Zum Glück gibt es eine Menge wirksame Mittel gegen Ohrmilben. Dein:e Tierärzt:in wird möglicherweise ein verschreibungspflichtiges SpotOn-Antiparasitikum mitgeben, das auch gegen Flöhe hilft. Außerdem gibt es Ohrtropfen, die speziell gegen Ohrmilben wirken. Mehrere gründliche Ohrreinigungen, am besten beim Tierarztbesuch, können die Anzahl aktiver Ohrmilben und ihrer Eier deutlich reduzieren.

Katzen lassen sich Ohrtropfen nicht gerne eingeben. Am besten lässt du dir von dein:er Tierärzt:in oder eine:r Tierarzthelfer:in zeigen, wie du das am besten machst. Mit der richtigen Technik kann man jeder Katze in weniger als 5 Minuten Ohrtropfen eingeben.

Erfahre mehr:

Schwellungen am Ohr (Othämatom) bei Hunden und Katzen

Du hast noch mehr Fragen zu den Ohren deines Haustiers?

Buche jetzt einen Videotermin mit einem unserer FirstVet-Tierärzt:innen.

Mehr Artikel über Katze