Urinveisinfeksjon katten

Warum hat meine Katze Blut im Urin?

Zystitis, oder Blasenentzündung, ist eine häufige und schmerzhafte Erkrankung bei Katzen, die blutigen Urin verursachen kann. Falls deine Katze jemals Anzeichen von Schmerzen beim Urinieren gezeigt oder kleine Mengen Urin an seltsamen Stellen im Haus abgesetzt hat, lies weiter, um mehr über die Diagnose und Behandlung von Zystitis zu erfahren.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Anzeichen einer Zystitis bei Katzen

  • Häufige Besuche auf der Katzentoilette
  • Schmerzen beim Urinieren. Deine Katze gibt stöhnende Laute von sich oder sitzt längere Zeit in der Hocke*
  • Anspannung beim Harnabsatz*
  • Blut im Urin
  • Häufiges Urinieren an ungewöhnlichen Orten (z. B. auf Betten, dem Boden)
  • Übermäßiges Putzen des Genitalbereichs (weil eine Blasenentzündung auch an diesen Stellen Schmerzen und Reizungen verursacht)

*Es ist SEHR WICHTIG, dies von den Anzeichen einer Blasenobstruktion zu unterscheiden!.

Ursachen der Zystitis bei Katzen

Anders als beim Menschen wird eine Zystitis meist nicht durch eine bakterielle Infektion verursacht. Etwa 60-70% der Blasenentzündungen bei Katzen wird als Feline Idiopathische Cystitis oder FIC klassifiziert. In diesen Fällen kann keine Ursache festgestellt werden. Betroffene Katzen leiden jedoch alle unter den oben aufgeführten Symptomen.

Andere Ursachen für Zystitis oder blutigen Urin sind:

Bakterielle Infektion. Obwohl weniger häufig, haben ältere Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen oder Diabetes ein viel höheres Risiko für eine Infektion.

Blasensteine

Blasenwucherungen wie Tumore oder Polypen

Wenn du eine Blasenentzündung vermutest, solltest du deine Katze so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung geben. Ein Harnstau ist ein echter Notfall. Obwohl eine Blasenentzündung nicht ganz so lebensbedrohlich ist, ist sie unangenehm und kann sich in einigen Fällen zu einer Verstopfung mit einem Harnröhrenpfropf entwickeln.

Diagnose von Zystitis bei Katzen

Dein:e Tierärzt:in wird die Katze untersuchen und die Größe ihrer Blase bestimmen, um eine Obstruktion auszuschließen. Es ist empfehlenswert, eine Urinprobe zu sammeln, um nach Anzeichen einer Infektion, Harnsteinen oder anderen zugrunde liegenden Ursachen wie Diabetes zu suchen. Bei älteren Katzen kann auch eine Blutuntersuchung nötig sein.

Weitere mögliche Tests umfassen einen Blasen-Ultraschall (wenn Steine oder Polypen vermutet werden), Blasen-Röntgenaufnahmen und seltener eine Blasenbiopsie oder Zystoskopie.

Behandlung der Zystitis bei Katzen

Eine Zystitis ist immer schmerzhaft, daher ist die oberste Priorität die Verabreichung von Schmerzmitteln. Hier gibt es eine Reihe von Optionen von Opioiden bis hin zu Entzündungshemmern. Dein:e Tierärzt:in wird am besten beurteilen können, welche Behandlung angemessen ist.

Flüssigkeiten werden manchmal subkutan oder intravenös verabreicht, um die häufige Entleerung der Blase zu fördern. Außerdem wird die Tierärzt:in eine zusätzliche Wasserzufuhr empfehlen, um die Wasseraufnahme zu Hause zu erhöhen (siehe unten für Tipps, wie du die Wasseraufnahme deiner Katze steigern kannst).

Bei einigen Patienten ist auch eine Ernährungsumstellung sinnvoll, um den pH-Wert im Urin zu verändern bzw. die Bildung von Blasenkristallen/-steinen zu reduzieren. Einige Blasensteine können mit einer korrekten Diät erfolgreich aufgelöst werden.

Antibiotika sind nur dann angebracht, wenn eine Infektion vermutet wird.

Vorbeugung von Zystitis bei Katzen

Wenn die zugrundeliegende Ursache erkannt wird, ist die Behandlung entscheidend, um ein Wiederauftreten zu verhindern. Leider kann FIC ein wiederkehrendes Problem sein, auch wenn keine zugrundeliegende Krankheit erkannt wird.

Zu den Risikofaktoren für FIC gehören:

  • Mittleres Alter
  • Übergewicht
  • Katzen, die inaktiv sind und sich nur wenig bewegen
  • Reduzierte Wasseraufnahme
  • Ein Mehrkatzenhaushalt

Die Vorbeugung von FIC sollte eine gewichtskontrollierende Diät sowie die Berücksichtigung von Umweltfaktoren beinhalten:

Es sollte ausreichend Zugang zu Katzentoiletten vorhanden sein, vorzugsweise für die Anzahl der Katzen im Haus +1. Diese sollten sich in gut zugänglichen Bereichen befinden. Wenn das Haus sehr groß ist, können weitere Katzentoiletten erforderlich sein.

Wenn es sich um einen Mehrkatzenhaushalt handelt, sollte jegliche Aggression/Mobbing zwischen Katzen erkannt und minimiert werden. Aggressionen können sehr subtil sein, weswegen es eventuell sinnvoll ist, eine:n tierärztliche:n Verhaltenstherapeut:in zu konsultieren. Katzen sind Einzelgänger und bevorzugen einen Ort, an dem sie getrennt von den anderen schlafen können. Es ist hilfreich, ihnen sichere, hohe Sitzplätze und einen ruhigen Raum zur Verfügung zu stellen.

Auch die Verwendung von Anti-Stress-Pheromonen wie Feliway im Haus kann Stress reduzieren. Wenn ein starker Verdacht auf Stressoren besteht, die nicht leicht zu beheben sind, können trizyklische Antidepressiva verschrieben werden. Diese sind in der Regel keine Behandlung der ersten Wahl, spielen aber eine Rolle bei der Reduzierung des Wiederauftretens von chronischer FIC.

Eine vielseitige Umgebung (z. B. Kratzbäume, Spielzeug) und ausreichend Zeit, um mit deiner Katze zu spielen, können ebenfalls helfen.

Außerdem ist die Wasseraufnahme sehr wichtig. Katzen können zum Trinken animiert werden, indem man z. B. einen Wasserbrunnen bereitstellt. Die Zugabe von zusätzlichem Wasser zum Futter ist ebenfalls sinnvoll.

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