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Erste-Hilfe-Koffer für die Katze

Ein guter Erste-Hilfe-Koffer gehört zur Grundausstattung deiner geliebten Katze und hilft bei kleinen Verletzungen und leichten Erkrankungen schnell weiter. Auch wenn es im Handel viele fertige Sets zu kaufen gibt, kannst du dir den Inhalt ganz einfach selbst aus der nächsten Apotheke oder Drogerie oder bei deinem Haustierarzt besorgen.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Nur wenn du die richtigen Dinge parat hast, kannst du deinem Liebling im Notfall schnell helfen. Wir erläutern im Folgenden, was in deinem Erste-Hilfe-Koffer nicht fehlen sollte:

Erste-Hilfe-Koffer Checkliste

  • Thermometer – ein sauberes digitales Thermometer, am besten mit weicher Spitze
  • (z.B. Gummiüberzug) ist ein absolutes Muss. So kannst du einfach und zuverlässig feststellen, ob deine Katze eine erhöhte Temperatur hat oder unterkühlt ist. Am besten misst man die Temperatur der Katze rektal. Das Thermometer sollte nur für deine Katze genutzt und nicht mit Menschen geteilt werden.
  • Gleitmittel für das Thermometer (z.B. Vaseline) – erleichtert das rektale Messen
  • Augendusche – falls deine Katze mal etwas ins Auge bekommen hat (z.B. Schmutz oder Grannen), eignet sich einfache Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) am besten zum Ausspülen. Spüle die Katzenaugen sofort gründlich aus, noch bevor du zum Tierarzt fährst. Wichtig: auf keinen Fall mit Kontaktlinsenflüssigkeit spülen!
  • Spritzen (z.B. 10ml und 20ml) – zum Spülen von Wunden oder zum Eingeben von Medikamenten
  • Tabletteneingeber – einer Katze eine Tablette ins Maul einzugeben kann eine echte Herausforderung sein. Mit diesem Helfer geht das sehr viel einfacher.
  • Desinfektionsmittel – zur Wunddesinfektion eignen sich viele Mittel, allerdings solltest Du die Entscheidung darüber Deiner Tierärzt:in. Im Notfall kannst Du erstmal Kochsalzlösung (0,9% NaCl) verwenden.
  • Verbandsmaterial – Wundtupfer, Mullbinden, selbstklebende Wundabdeckungen und breites Verbandstape eignen sich hervorragend zur ersten Wundversorgung.
  • Verbandsschere – diese Scheren haben zwei stumpfe Spitzen, sodass deine Katze beim Aufschneiden des Verbands nicht versehentlich verletzt werden kann. Beachte jedoch, dass Verbände bei Katzen meistens nicht lange halten und auch von der Tierärzt:in sehr selten – auch bei größeren Wunden – verwendet werden.
  • Handschuhe – mit oder ohne Latex, damit du für alle Notfälle gerüstet bist
  • Krallenschere
  • Kühlkompresse
  • Pinzette
  • Halskragen – Verletzte Haustiere können unberechenbar auf Berührungen und fremde Umgebungen reagieren, besonders wenn sie große Schmerzen haben. Auch die liebste Katze kann dann plötzlich zum Tiger werden, weshalb man vorsichtshalber alles bereit haben sollte, um sich und die Katze vor weiteren Verletzungen schützen zu können.
  • Handtücher oder Decken
  • Saugfähige Unterlagen – „Was muss, das muss“. Es ist angenehmer für dich und deine Katze, wenn der Korb auf dem Weg zum Tierarzt sauber bleibt.
  • Wasserflasche mit sauberem Wasser
  • Erste-Hilfe-Buch für Haustiere
  • Heimtierausweis und Impfnachweise– gerade bei Notfällen solltest du die wichtigsten medizinischen Infos deiner Katze parat haben. Es lohnt sich, Kopien der Identifikations-und Impfnachweise bereit zu halten.
  • Kontaktinformationen – die Telefonnummern deines Haustierarztes, einer Notfallklinik, des Giftnotrufs und eines Teletriage-Anbieters (z.B. FirstVet) sollten jederzeit bereit liegen.

Auch wenn du mit einem solchen Erste-Hilfe-Koffer für die meisten kleinen Verletzungen und Unfälle gut gerüstet bist, gibt es noch einiges mehr, was du tun kannst! Durch zusätzliches Training kannst du einfach selbst lernen, wie du deiner Katze selbst Erste Hilfe leisten kannst. Bei häufigen Fällen, wie z.B. bei Krallenverletzungen, Bisswunden oder anderen Verletzungen, kannst du deinen Liebling so bestmöglich versorgen, bis ihr beim Tierarzt seid.

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