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Allergie beim Hund: Den Hautjuckreiz loswerden

Allergische Dermatitis, auch bekannt als atopische Dermatitis oder Atopie, ist eine häufige Hauterkrankung bei Hunden. Die ersten Symptome dieser Allergie bei Hunden treten typischerweise im Alter zwischen 18 Monaten und 4 Jahren auf. In seltenen Fällen kann ein Hund bereits im Alter von 6 Monaten Anzeichen von Hautallergie zeigen.

Dieser Artikel wurde von einem FirstVet-Tierarzt verfasst
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Symptome: Hautallergie bei Hunden

  • Übermäßiges Belecken der Pfoten
  • Leichtes bis übermäßiges Kratzen an der Haut
  • Ohrenentzündung, juckende Ohren und sekundäre Ohrinfektionen
  • Haarausfall, Rötungen oder Schorf auf der Haut
  • Schuppen und schlechter Fellzustand
  • Analdrüsenentzündung, die zu Scharren und übermäßigem Belecken führen kann
  • Sekundäre Hautinfektionen (Pyodermie): rote, nässende Hautstellen, rote Flecken oder Pusteln

Ursachen: Allergien beim Hund

Hautallergien werden durch die Exposition gegenüber einem Allergen verursacht. Hunde können je nach Schweregrad der Allergie eine Vielzahl der oben beschriebenen Anzeichen entwickeln. Die häufigste Ursache von Allergien bei Hunden ist die Exposition gegenüber bestimmten Umweltallergenen. Einige Fälle von allergischer Dermatitis sind auf Nahrungsmittelallergien zurückzuführen. Leider ist es auch möglich, dass ein Hund gleichzeitig eine Allergie gegen Umwelt- und Nahrungsmittelallergene entwickelt.

Diagnose und Behandlung von umweltbedingten Allergien

Die häufigsten Ursachen für Umweltallergien sind Pollen, Flohspeichel und Hausstaubmilben. Die Anzeichen können saisonal (aufgrund der unterschiedlichen Belastung durch saisonale Allergene, wie z. B. Baumpollen) oder ganzjährig auftreten. Wir können viele dieser Allergene nicht aus der Umgebung unserer Haustiere entfernen. Stattdessen müssen wir gezielt die Anzeichen behandeln, die mit der Exposition verbunden sind.

Die Therapie erfordert in der Regel eine medikamentöse Behandlung, die darauf abzielt, die allergische Reaktion zu reduzieren, die Entzündung zu verringern und den Juckreiz zu kontrollieren. Andere Maßnahmen, wie z. B. das Baden mit einem beruhigenden Hafershampoo für Haustiere und die Fütterung von Nahrungsergänzungsmitteln mit essentiellen Fettsäuren, können bei der langfristigen Behandlung ebenfalls hilfreich sein.

Diagnose und Behandlung von Futtermittelallergien

Einige Fälle von allergischer Dermatitis sind auf Futtermittelallergene zurückzuführen. Dieses Syndrom wird als kutane Futtermittelreaktion oder Futtermittelallergie bezeichnet. Betroffene Hunde entwickeln eine Allergie gegen ein Futter, das sie ihr ganzes Leben lang gefressen haben. Bei anderen Hunden können die Allergiesymptome plötzlich auftreten, nachdem ihnen ein neues Futter oder Leckerli gegeben wurde.

Die Tierärzt:in kann eine Eliminationsdiät empfehlen, um eine Futtermittelallergie auszuschließen. Eliminationsdiäten benötigen in der Regel 10 - 12 Wochen. Hierbei ist eine genaue Überwachung erforderlich, um sicherzustellen, dass dein Hund nichts anderes als die verordnete Nahrung zu sich nimmt.

Juckreiz bei Hunden behandeln: Wie kannst du helfen?

Wenn dein Hund eines der oben genannten Symptome aufweist, solltest du einen Termin mit deiner Tierärzt:in vereinbaren. Es müssen andere Ursachen für den Juckreiz ausgeschlossen werden, wie z. B. Parasiten, Hautinfektionen oder andere Krankheiten. Dein:e Tierärzt:in wird ein Hautgeschabsel oder andere Tests empfehlen, um nach der Ursache zu suchen.

Wenn dein:e Tierärzt:in den Verdacht auf eine Allergie hat, ist eventuell eine Hautbiopsie nötig, um weitere Informationen zu sammeln. Viele Fälle von allergischer Dermatitis werden jedoch allein aufgrund der klinischen Anzeichen und der Verdachtsdiagnose behandelt. Dies hängt von der Anamnese, den Symptomen und dem Krankheitsverlauf deines Tieres ab.

Wenn bei deinem Hund eine allergische Hauterkrankung diagnostiziert wird, ist es wichtig zu bestimmen, ob die Anzeichen auf ein Umwelt- oder Nahrungsmittelallergen zurückzuführen sind. Dein Haustier kann auf ein oder mehrere Allergene gleichzeitig allergisch sein, was die Diagnose eventuell erschwert.

Mittel gegen Juckreiz bei Hunden: Was ist eine Allergen-spezifische Immuntherapie (ASIT)?

Die Allergen-spezifische Immuntherapie funktioniert wie ein Impfstoff gegen die Allergien deines Haustieres. Sie umfasst eine Reihe von Injektionen, die meist monatlich über einen längeren Zeitraum (normalerweise Monate bis Jahre) verabreicht werden.

Zunächst muss das Tier einem speziellen Bluttest unterzogen werden, um festzustellen, gegen was es allergisch ist. Anhand der Ergebnisse kann dann ein individueller "Impfstoff" hergestellt werden, der speziell auf dein Haustier zugeschnitten ist. Dieser "Impfstoff" enthält die Allergene, auf die es positiv getestet wurde, und wird durch Injektion in kleinen Dosen verabreicht. Diese Behandlung verringert die Empfindlichkeit des Tieres, indem die Reaktion des Immunsystems auf die Allergene reduziert wird.

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